Umwelt

Was geht — und was geht nicht?

Medizin zu praktizieren ist heutzutage nicht unbedingt per se eine umweltschonende Massnahme. Die wachsenden Anforderungen an Hygiene führen zu einem geradezu irrsinnigen Anstieg des Verbrauchs von Einwegmaterialien, aber andererseits leben wir halt auch in einer Zeit, in der Infektionskrankheiten insgesamt bedrohlicher wirken als zu Zeiten der grossen Antibiotika-Euphorie — und wer will schon riskieren, sich mit einem multiresistenten Keim zu infizieren?
Es ist halt bei uns auch so, dass wir nicht alles so umsetzen können, wie wir das in einer idealen Welt vielleicht machen wollen würden.

Und es sind ja nicht nur die Einwegmaterialien, die in einer Praxis anfallen. Auch der Energieverbrauch der Computer und Untersuchungsgeräte ist trotz aller Fortschritte sehr hoch. Andererseits haben wir die Gelegenheit des Umzugs in die neuen Räumlichkeiten genutzt, um Verbesserungen anzubringen. Die Lampen sind heutzutage LEDs, die Klimatisierung des Gebäudes «seetal elf» ist wesentlich effizienter als die stockwerkbezogene Klimatisierung, die wir in der Gerliswilstrasse hatten und die sehr gute Anbindung an den Öffentlichen Verkehr führt hoffentlich dazu, dass Mitarbeiter und Patienten einfacher mit dem ÖV anreisen können. (Zusatzeffekte wie gleichzeitige Einkäufe im Gebäude und so die Vermeidung zusätzlicher Fahrten seien nur am Rande erwähnt.)

Massnahmen

Aber ein paar Dinge kann man durchaus machen, und so freuen wir uns, wenigstens im Kleinen unseren Beitrag leisten zu können:

Ökostrom für die Praxis
Wir stellen gerade unseren Stromverbrauch auf ökologischen Strom aus Zentralschweizer Sonnenenergie um («CKW MeinRegioStrom»).

Müllvermeidung I - Wasserspender
Das beste Wasser kommt nie aus der Plastikflasche. Und die beste Plastikflasche ist die, die eingespart wird.
Wenn Sie also Ihre Trinkwasserflasche nachfüllen wollen, so finden Sie bei uns in der Praxis einen Wasserspender zum Nachfüllen Ihrer mitgebrachten Flasche (und man kann auch durchaus eine Plastikflasche nachfüllen, das erspart den Kauf einer neuen Flasche).

Müllvermeidung II - Gratiskaffee
Was Gratiskaffee mit Müllvermeidung zu tun hat? Viel, wenn es darum geht, ein Bewusstsein für die vielen sinnlosen Wegwerfbecher zu schaffen, die unsere Städte (mit)verschmutzen.
Wenn unsere neue Kaffeemaschine dann dereinst montiert ist, dann gibt es gratis Kaffee für Patienten - aber nur, wenn man den eigenen Becher mitbringt. Wir halten ökologisch vertretbare Einwegbecher bereit, aber die kosten dann Geld. Wie gesagt, es geht darum, das Bewusstsein zu schärfen.